Irrationalismus und imperialistische Gesellschaft

Aus gegebenem Anlass wird hier eine Präsentation veröffentlicht, die Grundlage für ein Referat zum obigen Thema war. Es stammt aus dem Oktober 2017, ist aber angesichts der eskalierenden gesellschaftlichen Diskussion zur Bewältigung der kapitalistischen Klimakatastrophe möglicherweise ein Verständnisschlüssel.
Daß weite Teile der Gesellschaft heute auf der Anerkennung wissenschaftlicher Vernunft bestehen müssen und dabei auf Seiten der Herrschenden häufig genug auf peinliche und gefährliche Ignoranz oder absichtliches Verleugnen der offen zutage liegenden Fakten stoßen, ist kein Zufall und auch nicht auf die Klimakrise beschränkt. Das hat das Video „Die Zerstörung der CDU“ des Youtubers Rezo samt der nachfolgenden stürmischen Reaktionen drastisch belegt. Es zeigt aber auch in seiner ganzen Harmlosigkeit, wie weit eine wirklich notwendige Debatte und die auf ihr basierenden Handlungen noch davon entfernt sind, auf der Höhe der Zeit zu sein (berechtigte Kritik am Rezo-Video hier).

Die Verhinderung eines möglichen imperialistischen Atomkriegs, die weltweite Ernährungskrise, die Wasserkrise: all das sind Erscheinungen, die bei vernunftgeleitetem Verhalten und im Rahmen einer nicht auf Proftimaximierung beruhenden, also einer sozialistischen Produktionsweise schon heute ebenso lösbar wären, wie die bevorstehende Klimakatastrophe wohl nur so zu verhindern ist. Umgekehrt: sie alle sind Themen, die bei ihrer gegenseitigen Durchdringung dann drohen, unlösbar zu werden, wenn sie nicht in sehr absehbarer Zeit real gelöst werden – und diese Lösung ist letztlich nur im Rahmen eine Gesellschaft denkbar, die nach revolutionärer Überwindung des Kapitalismus den Sozialismus mit der Perspektive einer klassenlosen Gesellschaft aufbaut. Die Zeit drängt.

Präsentation Irrationalismus und imperialistische Gesellschaft des gleichnamigen Workshops, den der Frankfurter „Arbeitskreis 8. Mai“ im Oktober 2017 veranstaltet hat.

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