Frankfurt: Solidarität gegen PEGIDA 2:0

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Berichte in FR, HR, FNP, journalistenwatch (FW-nah), junge Welt]

Es wurde sehr viel mehr als nur eine „kritische Begleitung„. Mehr als 500 Menschen aus unterschiedlichen Zusammenhängen: linken Parteien, Antifas, Gewerkschaftsjugend und anderen kesselten an er Hauotwache durch BFE-Trupps der Bereitschaftspolizei nicht ohne einiges Geschubse geschützte 40 PEGIDA-Fans um W.Hübner (Freie Wähler Frankfurt), Matthias und Heidi Mundt („Politically Incorrect“), andere dubiose Gestalten sowie mindestens zwei Neonazis aus Frankfurt so eng ein, daß sie keinen Schritt ihres „Trauermarschs“ gehen konnten.
Wie Leichenfledderer trugen die Rechtspopulist_innen und Rassist_innen Schilder mit „Wir alle sind Charlie“ – und taten so, als wüssten sie nicht, daß Charlie Hebdo eine zutiefst antiklerikale, staatskritische und radikal linke Satirezeitschrift anarchistischen Ursprungs ist, die sich eben auch mit Erscheinungsformen des Islam (wie mit denen aller Religionen) beschäftigt. Wolfgang Hübner mit einem Schild, auf dem er behauptet, er sei Charlie Hebdo: das in gezeichneter Form wäre Satire, wie sie dieser Zeitschrift würdig wäre.

Nicht wenige Kolleginnen und Kollegen, die vom gerade beendeten Neujahrsempfang des DGB herbeigeeilt waren, unterstützten die Gegenaktion gegen die Rechten und Rassisten.
Wie beobachtet und fotografisch dokumentiert worden sein soll bedankte sich Hübner am Schluß per Handschlag von zwei Nazis der Kamerdschaftsszene.

Zum guten Schluss floh die Veranstaltung der PEGIDA-Fans über die Neue Kräme Richtung Römer, verbarrikadierte sich dort in den Fraktionsräumen der „Freien Wähler“ und wurde schließlich polizeilich durch den Hinterausgang hinauseskortiert und von bereitgestellten Autos vom Ort des Geschehens gebracht.
Die erfolgreiche Gegenaktion endete auf dem Römerberg.

Nach dem politisch toten FRAGIDA-Versuch ist damit ein zweiter, ähnlicher Versuch unter dem Label „PEGIDA Frankfurt Rhein-Main„, öffentlich aufzutreten, im Ansatz gescheitert.

Sollte es weitere PEGIDA-Auftrittsversuche in Frankfurt geben, kann denen schon jetzt viel Spaß gewünscht werden.

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Eine Antwort zu Frankfurt: Solidarität gegen PEGIDA 2:0

  1. Andreas Hofmann schreibt:

    Mir wurde sogar von Hübners Anhängern noch gesagt, er trauere um jüdische Freunde… Und eigentlich sei er ein weltoffener und „echt klasse Typ“, ich solle nur mal mit ihm reden… Davon, dass der Ausdruck der Trauer mit dieser Aktion am Samstag heuchlerisch instrumentalisiert werde, wollten sie natürlich nichts wissen.

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