Hübner kündigt Demo in Frankfurt für den kommenden Samstag an

Ursprünglich sollte das Motto angeblich lauten: „Wir sind alle Christen„. Das wäre eine ziemlich unverschämte Anmaßung gewesen.

Aber nun kündigt Wolfgang Hübner und seine Fraktion im Römer an, am kommenden Samstag eine Demo „Wir sind alle Charlie“ („Je suis Charlie“ ist Hübner wohl nicht deutsch und gemeinschaftsförmig genug…) in Frankfurt durchzuführen. Zeitraum: kommender Samstag, 14:00 Uhr ab Hauptwache (journalistenwatch).
Integrierte Muslime“ seien willkommen, „Extremisten“ aller Art aber unerwünscht, verlautbart Hübner, ohne zu erläutern, wie er feststellen will, wer nun wer ist.

Nach der Bauchlandung seines ehemaligen AfD-internen Rivalen Brill beim Versuch, zusammen mit der NPD unter dem namen „FRAGIDA“ einen lokalen PEGIDA-Ableger zu gründen, kann man das durchaus auch als Hübners Versuch betrachten, auf dieser Basis erneut in das selbe rechte Horn zu tuten.

Hübner kann in keiner Weise für sich beanspruchen, ein besonders glaubwürdiger Freund von „Charlie Hebdo“ gewesen zu sein. Aus seiner neurechten Ecke zB. hatte Martin Mosebach etwa die verschärfte Strafbarkeit von Blasphemie gefordert.

Zudem: daß Hübner, PEGIDA und Co., die ansonsten gerne pauschal von „Lügenpresse“ jammern, sich plötzlich als Verteidiger der Pressefreiheit aufführen, und das angesichts eines Angriffs auf ein bekanntermaßen linkes Blatt wie „Charlie Hebdo ist schon in sich wieder satirereif.

Es geht also offenbar um etwas anderes. Darum sollte auch dieser Versuch, nun auf der Welle der „Je suis Charlie„- Sympathie surfend Islamfeindlichkeit zu schüren und zu organisieren, entsprechend beantwortet werden.

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