„FRAGIDA“-Organisator Brill verlässt die AfD, weil sie ihm zu rechts ist.

Hans-Peter Brill, gestern noch für die AfD treibende Kraft im „Orga-Team“ der „Frankfurter gegen die Islamisierung des Abendlands“ (FRAGIDA) ist nach massiver Kritik seiner Partei heute aus dieser ausgetreten (RTL, HR).
Die Begründung für diesen Schnitt ist bizarr: Brill behauptet, er sei der AfD seinerzeit in der Hoffnung auf eine „wirtschaftsliberale und wertkonservative“ Organisation beigetreten. Nun habe sie sich aber zu einer Partei entwickelt, von der „viele sagen, sie sei mehr als nur rechtspopulistisch„.
Das sagt der Mann, der gestern mit Hessens NPD-Landeschef Stefan Jagsch Seit‘ an Seite saß, um FRAGIDA aus der Taufe zu heben.
Aber in der Tat: Brill repräsentiert mit seiner gestern dokumentierten Nähe zur NPD wirklich noch den „linken“ Flügel der AfD. Im Herbst 2014 lieferte er sich aus diesem Grund heftige Auseinandersetzung mit Wolfgang Hübner (Freie Wähler Frankfurt), der von Brill des Rechtsextremismus geziehen wurde (blu-news).
Das heißt: jemand, der mit der NPD islamfeindliche Veranstaltungen für FRAGIDA vorbereitet, repräsentiert in der hessischen AfD den „linken“ Flügel und verlässt sie auf diesem Hintergrund nun.
Für FRAGIDA will der Diplom-Ingenieur, der einen Nazi angeblich noch nicht einmal dann erkennt, wenn er direkt neben ihm sitzt, aber weiter wirken: „Eine Saalveranstaltung oder eine Demonstration auf dem Römerberg mit bis zu 500 Teilnehmern kann er sich zwar vorstellen. Aber nun stelle sich die Frage, ob die Sicherheit der Teilnehmer gewährleistet werden könne. Das will der AfD-Politiker am Freitag mit der Frankfurter Polizei besprechen: ‚mit der Einschätzung der Polizei steht und fällt jede weitere Überlegung‘.“ (hr).

Die Polizei hat’s heutzutage auch nicht leicht.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Antifaschismus, Antirassismus, Geschichte, Politik, Polizei veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.