Samstag, 4. Oktober, 12:00 Römerberg: FlashMob gegen Drohnenkrieg

Am morgigen Samstag soll auf dem Frankfurter Römerberg von 12:00 bis 12:30 Uhr ein flashmob gegen den zunehmenden Einsatz von Drohnen zur Überwachung, Kontrolle und Kriegsführung stattfinden. „Drachen statt Drohnen“ lautet das Motto des globalen Aktionstags: KriegsgegnerInnen lassen an diesem Tag an vielen Orten Drachen steigen – in Afghanistan und Pakistan wird dies als ziviler Versuch eingesetzt, militärische Drohnen der USA und ihrer Verbündeten, auch der BRD, zu irritieren und sich so vor dem Tod aus der Luft zu schützen. Bringt Drachen, Papierflugzeuge, Transparente gegen den Drohnenkrieg mit und kommt morgen um 12:00 auf den Römerberg!

Aufruf:

4. Oktober 2014: Globaler Aktionstag „Drachen statt Drohnen“
Für eine Welt ohne Überwachungs- und Kampfdrohnen
#GlobalNoDrones / https://drohnen-kampagne.de/

Waffenhandwerk schafft nur Unheil“*

Am 4. Oktober finden in vielen Ländern der Erde, in der Bundesrepublik in etwa 20 Städten, Aktionen gegen den zunehmenden Einsatz unbemannter militärischer Flugkörper – Drohnen – statt.

In Pakistan und Afghanistan, in Somalia und Palästina – in praktisch allen bewaffneten Konflikten der Welt spielen Drohnen eine immer wichtigere Rolle. Sie sparen angeblich Geld, sie vermeiden angeblich noch mehr Tote und damit unangenehme Diskussionen in der kriegführenden Gesellschaft.
Sie töten mit angeblich „chirurgischer Präzision“ – was eine Propagandalüge ist: Tausende Tote als sogenannte „Kollateralschäden“ der neuen Art von Kriegführung klagen an.

Drohnen senken allerdings tatsächlich die Schwelle militärischen Eingreifens: in der Öffentlichkeit drohnenkriegsführender Staaten kann die außergesetzliche „gezielte Tötung“ mißliebiger Personen als Akt der „Selbstverteidigung“ unterhalb der Schwelle eines Kriegs dargestellt, ja sogar weitgehend geheim gehalten werden.

Drohnen senken die Hemmschwelle zum Töten: ein Knopfdruck am Joystick in tausenden Kilometern Entfernung – Bilder am Computermonitor in Echtzeit: so wird aus Krieg fast so etwas wie ein Computerspiel. Nach der Arbeit können die Drohnenpiloten aus dem Einsatzraum in aller Ruhe zur Familie nach Hause zurückkehren, Abend für Abend.

Drohnen entgrenzen den Krieg: Überwachungseinsätze von Drohnen in Krisengebieten, entlang von Staatsgrenzen, gegen Flüchtlingsströme zB. auf dem Mittelmeer oder bei „inneren Unruhen“ könnten schnell auch zum Einsatz bewaffneter Drohnen zur Aufstandsbekämpfung oder Kriegsführung eskalieren – zukünftig vielleicht sogar in automatisierter Form.

In Deutschland bringen RüstungspolitikerInnen die künftige Produktion bewaffneter deutscher Drohnen in die Diskussion. Zeitgleich fordern Bundespräsident, Kanzlerin, Außenminister und Verteidigungsministerin „mehr Verantwortung“Deutschlands in der Welt und meinen damit ausdrücklich mehr militärisches Engagement. Dabei werden Drohnen eine große Rolle spielen.

Wir wollen das nicht. Wir wollen eine Welt, in der die riesigen technischen Möglichkeiten, über die Menschen heute verfügen, zu deren Nutzen, zur Erleichterung ihrer Arbeit und ihres Lebens eingesetzt werden – und nicht zu unserer Überwachung oder gar zu Krieg und Mord.

Am Dienstag, 28.10, werden wir uns deshalb ab 08:00 bis ca. 10:00 Uhr an Tor 9 der Frankfurter Messe (Philipp-Reis-Straße) an einer Mahnwache gegen die Messe „AirTec“ beteiligen. Dort werden auch militärische Drohnen ausgestellt sein – Mordwerkzeuge mitten in Frankfurt.

Dieses zynische Geschäft mit dem Tod lehnen wir ab!

Wir laden Sie / Euch ein: beteiligen Sie sich / beteiligt Euch an unserer Mahnwache – protestiert mit uns gegen die Zurschaustellung von Kriegs- und Überwachungsdrohnen auf der Messe Airtec!

*Georg Friedrich Händel, Oratorium „Das Alexanderfest“

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