„Slava Ukraini!“ auf dem Römerberg

Propagandaplakat der UPA aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die kyrillischen Schriftbänder zeigen den Slogan "Slava Ukraini - heroyam slava!" (Ruhm der Ukraine - Ruhm ihren Helden).

Propagandaplakat der UPA aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Die kyrillischen Schriftbänder zeigen den Slogan „Slava Ukraini – heroyam slava!“ (Ruhm der Ukraine – Ruhm ihren Helden).

Wie von der recherechegruppe frankfurt einige Tage zuvor veröffentlicht trafen sich gestern die inzwischen stadtbekannten Vertreter des in Frankfurt ansässigen ukrainischen Faschistenmilieus um die Anführerin des Rechten Sektors vor Ort, Svitlana Golub, zu einer Kundgebung und Demonstration. Die etwa 100 DemonstrantInnen wurden entsprechend der Lage polizeilich eher schwach geschützt. Anwesend waren auch etwa 30 AntifaschistInnen, die die Demonstration des Rechten Sektors lautstark kommentierten.

RS

„Pravyj Sektor“ (Rechter Sektor) in der Ukraine. Fahnen der UPA, Hakenkreuz am Helm, Glatzen, Hitlergruß, „Totenkopf“-Aufschrift auf dem T-Shirt. Noch Fragen?

Als die DemonstrantInnen des Rechten Sektors nach Absingen der ukrainischen Hymne und dem Schlachtruf  „Slava Ukraini – heroyam slava!“ mit ihren Redebeiträgen beginnen wollten, wurden sie von Rufen „Ihr seid Faschisten!“ und „Odessa war Faschistenmord – Kampf dem Faschismus an jedem Ort!“ unterbrochen. Das provozierte einige derart, daß sie anfingen, sich mit den sie störenden AntifaschistInnen herumzuschubsen, was aber rasch unterbunden wurde. Auch später noch versuchten ukrainische DemonstrantInnen GegendemonstrantInnen während der Demonstration zu attackieren. In der Demonstration wurde die schwarz-rote Fahne der UPA, einer faschistischen Untergrundarmee nationalistischer Kollaborateure des Nazifaschismus getragen. Der Ruf „Slava Ukraini…“ ist deren traditioneller Gruß.

Auf antifaschistischer Seite waren natürlich, weil praktisch keine Mobilisierung stattgefunden hatte, viel zu wenige Gegner des Rechten Sektors da. Das traditionelle antifaschistische Milieu Frankfurts war abwesend, was seiner seit Monaten gepflegten Haltung zum Faschismus in der Ukraine sowie den generellen Auflösungstendenzen in der Szene entspricht.

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