Die Heinrich-Böll-Stiftung und der „Rechte Sektor“ der Ukraine

Heinrich Böll, der sich ja nicht mehr dagegen wehren kann, ist Namensgeber der Parteistiftung von Bündnis90/DIE GRÜNEN.
Dieser Verein fällt gerade zum wiederholten Mal auf, weil er sich nicht klar von ukrainischen Faschisten abgrenzt.
Im Februar hatte eine hochmögende Runde von „Experten“ aus dem Umfeld dieser Stiftung in einem längeren Text die von heute aus gesehen etwas unglückliche Behauptung aufgestellt, in der Ukraine seien Faschisten keine Faschisten. Sie hießen dort politisch korrekt „Ethnonationalisten“ und seien eine friedliche und „freiheitliche Massenbewegung des zivilen Ungehorsams“ (wer’s nicht glauben will, muß es lesen: https://www.boell.de/de/2014/02/20/euromaidan-freiheitliche-massenbewegung-zivilen-ungehorsams). Vermutlich würde die Heinrich-Böll-Stiftung diesen zutiefst liberalen Gedankengang auch ihren Kollegen von der Parteistiftung der ukrainischen Regierungspartei Swobod erläutern können, die bekanntlich „Josef-Goebbels-Zentrum für Politische Theorie“ heißt. Ob aus dieser Sicht hochqualifizierter sowie sicherlich gänzlich undogmatischer/unideologischer und zutiefst kritischer SozialwissenschaftlerInnen auch die SA so recht eigentlich eine Bewegung des Zivilen Ungehorsams, nur halt eben in Deutschland, war, ist nicht bekannt.
Rebecca Harms, die Ursula von der Leyen der GRÜNEN, Fraktionsvorrsitzende ihrer Partei im Europaparlament, bekennt in ihrer jüngsten Veröffentlichung zum „Euro-Maidan“, sie habe dort, auf diesem Platz in Kiew, zu jeder vollen Stunde, die ukrainische Nationalhymne mitgeschmettert und zu Tränen gerührt die faschistische Parole „slava Ukraini – slava heroyam“ gerufen (Beleg und weitere Infos zur faschistischen Provenienz dieses Schlachtrufs hier, Anm. 58) – ganz ein Herz und eine Kehle mit dem Rechten Sektor und Swoboda.
Was im Februar aus Sicht der Heinrich-Böll-Stiftung eine „freiheitliche Massenbewegung zivilen Ungehorsam“ ist, hat sich ja inzwischen in der Ostukraine und in Odessa gezeigt (faszinierender Bericht zur Lage in der Ostukraine). Aber GRÜNE und Heinrich-Böll-Stiftung haben nichts zu revidieren. Sie arbeiten anscheinend auch jetzt mit dem Rechten Sektor zusammen.
Nun stellt sich heraus, daß es in Berlin eine Initiative gibt, in der GRÜNE und Rechter Sektor offenbar ebenfalls zusammenarbeiten, die „Euromaidan-Wache„. Was halb nach Lagerfeuer, halb nach Polizeirevier klingt, ist eine Aktivität, in der eine Dame namens Svitlana G. die Strippen zwischen GRÜNEN und ukrainischen Faschisten zieht. Wie dort zu lesen ist, soll Frau G. in Frankfurt leben. Das berichtet und belegt  Thomas Eipeldauer, „Auf dem Rechten Auge blind“ (Hintergrund, online-Ausgabe).

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