Sächsische Justiz: Nazis blockieren? Lieber eine Kameradschaft gründen!

Der Berliner Antifaschist Tim ist wegen „Rädelsführerschaft“ während der erfolgreichen Blockade des Dresdner Naziaufmarschs 2011 zu einer mehrmonatigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das Urteil gründet sich im Wesentlichen auf eine „Ähnlichkeit der Statur“ des Angeklagten mi einer polizeilichen Videoaufnahme, zudem soll er „Megafondurchsagen“ gemacht haben. Beides bestreitet der Angeklagte, was ihm aber nichts half. Ein Richter des Amtsgerichts Dresden verurteilte ihn zu Gefängnis. Zeitgleich bestätigte das Landgericht Sachsen, ebenfalls in Dresden ansässig, die milden Strafen gegen führenden Mitglieder der faschistischen Kameradschaft „Sturm 34“: Geld- und Bewährungsstrafen für Körperverletzung und andere, verglichen mit einer Megafondurchsage erheblich schwerere Tatbestände.

In Sachsen, das ist ja wohl die Konsequenz, sehen Justiz und Sicherheitsapparat es lieber, wenn man sich in einer Nazischlägergruppe betätigt, als wenn man Nazis blockiert. Alles besser dort seit 1989: nämlich deutsche Normalität.

Publikative.org zu Thema: http://www.publikative.org/2013/01/17/sachsen-besser-eine-kameradschaft-grunden-als-nazis-zu-blockieren/

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