„Märtyrer der konservativen Revolution“…

seien Beate Zschäpe und er selbst, Anders Breivik. Schreibt der Osloer Massenmörder in einem Brief an die NSU-Angeklagte.
Seltsam, daß aus der Sicht Breiviks Menschen als „Revolutionäre“, also Umstürzler, bezeichnet werden, die ohne staatliche Hilfe durch den Sicherheitsapparat nie eine Organisation hätten aufbauen, finanzieren,  bewaffnen und mehr als zehn Jahre in Sicherheit aktiv sein können. Den NSU hätte es ohne die Kooperation von MAD, Verfassungsschutz und die eine oder andere schützende Hand in  unterschiedlichen Polzeibehörden nie gegeben. Das zeigt, wie „revolutionär“ die konservative Revolution ist. Noch deutlicher wird das, legt man das Kriterium von Revolutinären an: die Frage des Privateigentums (hier: an Kapital und Produktionsmitteln). Hat man jemals gehört, daß Breivik, NSU, moderne oder historische Nazis je die Grenze kapitalistischen Privateigentums grundsätzlich in Frage gestellt hätten? Mit keiner Silbe.

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