Martin Mosebach und die Gotteslästerung

Es wird das soziale Klima fördern, wenn Blasphemie wieder gefährlich wird.“

Der (katholische) Schriftsteller und Büchnerpreisträger Martin Mosebach in der Berliner Zeitung zu seinem Vorschlag, Gotteslästerung in Deutschland zu verbieten und unter Strafe zu stellen. (junge Welt, 20.6., vgl. auch kath.net)

Ein Satz, der vor allem viel über das Gesellschafts- und Menschenbild Mosebachs sagt, würdig eines Metternich und der „Karlsbader Beschlüsse“ von 1819, also des genauen Gegenteils der Intentionen Georg Büchners.
Gott als narzistischen Herrscher zu denken, der von staatlichen Behörden gegen frevelhafte Majestätsbeleidigungen seiner Domestiken geschützt zu werden Anspruch hat: DAS ist Blasphemie, ein Fusstritt für Georg Büchner und theologisch erbärmlich zugleich.
Herr Mosebach ist aufgefordert, den Büchnerpreis zurückzugeben.

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