Herbert Baum – Jude, Antifaschist, Kommunist. Vor siebzig Jahren ermordet

Herbert Baum wurde vor siebzig Jahren in seiner Zelle erhängt aufgefunden, wahrscheinlich ein fingierter Mord der Gestapo.

Am 4. August 1942 sang ein Mädchen, das an diesem Tag 20 Jahre alt wurde, in Moabit in seiner Zelle. ­Ihre Zellengefährtin fiel ein, schließlich die Insassin einer anderen Zelle, einer dritten, vierten, bis der Kanon vollständig war. In die Stille danach rief das erste Mädchen: »Ich habe etwas in die Wand geritzt.« »Was?« rief der lauschende Gefangene aus der Zelle darunter, der jüdische Rechtsanwalt Heinrich F. Liebrecht, der später darüber berichtete. »Ich bin ja noch so jung und möchte so gerne leben«, antwortete das Mädchen. Das war Hilde Loewy aus der heute so genannten Herbert-Baum-Gruppe. Herbert Baum lebte nicht mehr, als Hilde an ihrem Geburtstag, ihrem letzten, den Kanon anstimmte. …“.

Artikel in jW: hier.

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